Freitag, 2. März 2012

Der Tag an dem Obi-Wan Kenobi starb


Ich bin nicht traurig.
Nun, das ist nur teilweise wahr denn ich bin traurig nur nicht so wie ich es erwartet hatte.
Nachdem du fort warst erwartete ichdass ich in ein tiefes Loch fallen würde, ohne Ausgang nur mit Alkohol und Nick Cave als Begleitung.
Ich dachte ich würde sozial vereinsamen, nicht mehr rausgehen, Freunde vernachlässigen. Ich vermutete sogar meinen Job zu verlieren und in psychologische Behandlung zu gehen.
Unsere gemeinsame Wohnung würde zu einer Art Mischung zwischen Höhle und Altar werden in der ich alles aufbewahre, dass an dich erinnert und ich als schlurfender Geist nur angetan mit Boxershorts und T-Shirt der in dem Museum unseres gemeinsamen Lebens ziellos umherstreift.

Aber so ist es nicht.
Ich gehe aus, treffe Freunde vielleicht sogar mehr als zuvor und nur wenn ich mich zu sehr amüsiere erinnern mich ihre pikierten Blicke und das unangenehme Schweigen daran dass man von mir erwartet zu trauern und still mit melancholischen Blick meinen Gedanken nachzuhängen.
Und natürlich bin ich auch traurig, nach so langer Zeit hinterlässt du eine Leere aber diese Leere ist nicht größer als die Leere nach dem Erscheinen des letzten "Herr der Ringe" Films und bei der Nachricht, dass du den Eingriff nicht überlebt hättest habe ich nicht so lange geweint wie ich es nach dem Tod Obi-Wan Kenobis tat.
Und so verbleibe ich in einem Zustand des Versuches einer Selbstreflexion aber ich habe Angst, Angst dass ich mich als riesiges Arschloch herausstelle.
Dann müsste ich bestimmt weinen.

Dienstag, 31. August 2010

Mein Dank geht an dieser Stelle an P.N. aus M. dem ich in voller Breite von meinem großen Traum erzählen konnte auf einem großen Panda zu reiten.
Das klingt vielleicht ungewöhnlich aber wenn man sich das Bild vorstellt an welches auch Ich bei der Überlegung im Kopf hatte wird schnell klar, dass das ziemlich stimmungsvoll wäre.
Man rufe sich folgendes Bild vor Augen:

Es ist früh am Morgen und noch etwas verschlafen machst du dich durch den dichten Morgennebel auf den Weg zur Schule. Während du so deinen Gedanken nachhängst fällt dir aufeinmal ein merkwürdiger Schemen auf der sich langsam nähert. Nur verschwommen erkennst du eine massige Gestalt, die sich nur durch ihre schwarzen Flecken von dem Nebel abhebt. Mit bedächtigem aber doch zielstrebigen Schritt kommt es auf dich zu.
Wenige Schritte vor dir bleibt es stehen. Es ist ein gigantischer Panda wie du nun erkennen kannst.
Er mustert dich mit verständlichem Blickaus seinen kleinen Augen. Du bist noch völlig gebannt als du plötzlich ein Räuspern vernimmst. Du wendest den Blick nach oben wo du eine Gestalt erblickst die in eine großen dunkelblauen Umhang gehüllt ist. Sie streift die Kapuze ab und du erkennst einen Jungen im Alter von ca. 17 Jahren er hat braune Augen und ein Kinnbart ziert sein Gesicht. Er blickt dich huldvoll an und sagt: Hey Philex, dass ist Shinsetsuna mein Panda!


Yeah!
Ich fühlte mich mal wieder dazu inspiriert einen Blogeintrag zu verfassen.
Dies hat verschiedene Gründe. Zum einen wäre da der Wechsel der Jahreszeit der sich nun endlich vollzieht, hin zum Herbst!
Diese meine liebste Jahreszeit schafft endlich wieder die Möglichkeit zur inneren Einkehr und Reflexion. Zudem passt die Musik die ich am liebsten höre am ehesten in diese Jahreszeit. Allerlei Atmospährische härtere Musik, Folk in all seinen wunderbar sehnsuchtsvollen und schwermütigen Facetten und allerlei Klassik, Dark-Ambient und Soundtracks werden jetzt meinen Tag bereichern.

Eine weitere Inspiration war eine bestimmte Band die mich zwar erst kurz, dafür aber umso mehr fesselt: STURMPERCHT!
Hierbei handelt es sich um ein Neo-/Folk Projekt verschiedener Musiker die sonst eher im Darkambient und Blackmetal zuhause sind.
Das Thema ist die reichhaltige Sagenwelt der deutschsprachigen Alpen die in Mundart besungen wird. So drehen sich auch die meisten Texte um lokale Legenden oder das harte Leben in den Bergen.
Musikalisch ist das ganze wirklich schwer zu fassen. Die Rythmik ist meist als polternd zu bezeichnen doch wird eine gewisse Struktur die ganze Zeit gewahrt. Die Melodien sind klar erkenntlich folkloristisch und passend zum Kulturraum gewählt. Ebenso verhält es sich mit den Instrumenten. Neben allerlei Percussion kommen Gitarre, Akkordeon, diverse Flöten sowie eine Fidel zum Einsatz.
Wichtig zu erwähnen ist vielleicht noch dass diese Band bar jeglicher Klischees ist.
Natürlich gibt es auch fröhlich Stücke wie z.B. "Teufelsgeiger", aber die meiste Zeit ist die Stimmung eher dunkel und mystisch.
Mystisch auf die Art und Weise dass man sich gut vorstellen kann wie es wohl war, wenn man als Bauer nachts auf der Alm in seiner Kate den Geschichten vom Tatzelwurm oder der Frau Perchtl und dem Zug der toten Kinder gelauscht hat....


Der Tanz des Tatzelwurms
http://www.youtube.com/watch?v=f1kKtII4rLU

Die Teufelsgeiger
http://www.youtube.com/watch?v=NGCLoFUy5pc&feature=related


In diesem Sinne...

Holyghost

Samstag, 26. Juni 2010

Nun bin ich ja mit meinen 17 Jahren noch Teenager.
Während ich normalerweise diese Bezeichnung von mir weise, da sie unangenehme Assoziationen in mir hervorruft, gibt es durchaus Fälle in denen mir schmerzhaft bewusst wird, dass ich wohl doch zu "ihnen" gehöre.
Wie mir das so bei fast allen Bereichen des Lebens geht neige ich auch hier zu einer leicht nostalgischen, romantischen Ansicht. Das bedeutet leider dass ich mit meinem Dasein als Teenager immer Pop-Punk und speziell Blink-182 verbinden werde.Diese fröhliche ,laute und leicht rebellische Musik passt einfach perfekt.
Wer allerdings meinen "musikalischen Werdegang" kennt der wird schnell merken, dass da eigentlich kein Platz mehr für die drei sympathischen Jungens aus dem Ami-Land ist.
So beschränkt sich auch mein Genuss der Musik auch eher auf Partys und gelegentliche Fahrradfahrten auf denen ich, wenn niemand zuhört, lauthals "What's My Age Again?" singe.

Verdammt ist das lächerlich,
peace out, ich bin draußen!

niklas

Freitag, 25. Juni 2010

Der schäbige Hinterhofeingang ist nur mäßig ausgeleuchtet und du musst über mehrere Pfützen undefinierbarer Flüssigkeit steigen um zur Tür zu gelangen.
Sobald die alte Eisentür sich öffnet steigt dir sofort der typische Geruch in die Nase: ein Gemisch aus Alkohol, Schweiß und feuchtem Mauerwerk.Während du nun die schmale Stiege hinuntersteigt beginnt man die ersten Geräusche wahrzunehmen: mittellautes Stimmgemurmel vermischt sich mit dem melancholischen Gejammer eines Saxophons und man vermeint das leise Klirren von Gläsern zu hören.
Als du die Bar betrittst kneifst du die Augen zusammen um überhaupt etwas zu erkennen, denn die Luft ist schwer von Rauch und die wenigen schwachen Lampen erhellen die Szenerie nur mäßig.In der Hoffnung auf einen Platz blickst du dich suchend um und erblickt die allnächtlichen Gäste.
An einem kleinen Tisch in einer Ecke des Raumes sitezen zwei alte Männer, vertieft in ein Schachspiel, dass sie jede Nacht neu beginnen. Der Ausdruck ihrer Gesichter wechselt zwischen einem sanften Dahindämmern und einem pötzlichen Aufmerken wenn der Gegenüber nach langer Zeit endlich seinen Zug tut.Nachdem man diesem hypnotischen Schauspiel eine Weile beigewohnt hat reißt man den Blich los und richtet ihn auf die geheimnissvolle Schöne an der Bar.Natürlich ist sie hier.Wahrscheinlich sitzt sie in jeder Bar doch diese hier scheint etwas besonderes zu sein.Lasziv räkelt sie sich auf dem Barhocker und die Art wie sie ihre Beine aneinander reibt lässt dich auf mehr hoffen.Du schluckst und zwingst deinen Blick nach oben: sie trägt ein schwarzes Kostüm das tief blicken lässt. Als du schließlich ihr Gesicht erreichst lässt ihr amüsiertes Lächeln dich erröten. Anscheinend ist sie sich ihrer Wirkung bewusst. Mit gewisser Empörung musterst du sie nun genauer und musst feststellen, dass sich bei Tageslicht wohl niemand für sie interessieren würde. Zu tief die Falten die sich nur noch mühsam mit Schminke abdecken lassen, zu verbraucht und müde das Lächeln.
Erschrocken wendest du dich ab und findest endlich einen Sitzplatz.


Ich liebe B-Movies!
Wow ich mache jetzt auch Blog-Kram und so!
Mal sehen was ich so schreiben werde, im Moment tendiere ich zu kurzen Stimmungstexten.